VDÄPC-Mitgliederbefragung 2025 belegt gründliche Beratung und hohe Patientenzufriedenheit
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Berlin – Fachärztinnen und Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie nehmen sich viel Zeit für die Beratung ihrer Patientinnen und Patienten – und raten nicht selten auch von einem Eingriff ab. Gleichzeitig steigt die Zahl der Folgebehandlungen seit Jahren an. Das zeigt die aktuelle Mitgliederum-frage der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) für das Jahr 2025.
„Die VDÄPC ist die einzige Fachorganisation in Deutschland, die Eingriffszahlen direkt auf der Ebene der Behandler erhebt. Dadurch erhalten wir ein realistisches Bild der Entwicklung in der ästhetisch-plasti-schen Chirurgie“, erläutert Dr. Alexander Schönborn, Präsident der VDÄPC.
Die Umfrage zeigt deutlich, wie umfangreich die Beratung in den Praxen ausfällt. Rund 70 Prozent der Ärztinnen und Ärzte investieren im Durchschnitt 30 bis 60 Minuten in ein Erstgespräch. 13,9 Prozent nehmen sich sogar mehr als eine Stunde Zeit. Kürzere Gespräche sind deutlich seltener: Nur 1,3 Prozent wenden weniger als 15 Minuten für ein Erstgespräch auf.
Die ausführliche Aufklärung führt häufig dazu, dass angedachte Eingriffe dann doch nicht erfolgen. So lehnen 30 Prozent der befragten Ärztinnen und Ärzte nach den Beratungen mindestens jede zehnte Behandlung ab. 17,7 Prozent lehnen sogar mehr als 15 Prozent der Behandlungswünsche ab.
Demzufolge zeigt die Umfrage eine hohe Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten: Der Anteil der Zweit- und Folgebehandlungen ist erneut gestiegen. Im Jahr 2025 lag der Anteil bei durchschnittlich 41,3 Prozent. Damit setzt sich ein Trend fort, der sich seit mehreren Jahren beobachten lässt: Immer mehr Patientinnen und Patienten kehren nach einem ersten Eingriff für weitere Behandlungen in dieselbe Praxis zurück. In den Jahren zuvor lag die Zahl der Folgebehandlungen bei 39,9 Prozent (2024), 37,6 Prozent (2023), 35,8 Prozent (2022) und 34,0 Prozent (2021).
„Die steigende Zahl von Folgebehandlungen zeigt, dass zufriedene Patientinnen und Patienten Ver-trauen in ihre behandelnden Fachärztinnen und Fachärzte haben und wiederkommen“, so Schönborn.
Trend zu minimalinvasiven Behandlungen
Bei den einzelnen Behandlungen bestätigt die Umfrage einen Trend zu minimal-invasiven Verfahren: Im Jahr 2025 lag ihr Anteil bereits bei 63 Prozent aller Eingriffe, in den Vorjahren waren es 56 Prozent ge-wesen (2024 und 2023).
Besonders Botulinumtoxin-Behandlungen bei Frauen gehören weiterhin zu den am häufigsten durchge-führten Eingriffen und zeigen über die vergangenen drei Jahre eine steigende Entwicklung. Auch Be-handlungen mit Hyaluronsäure werden häufiger nachgefragt. „Die Fachärztinnen und Fachärzte stehen hier in Konkurrenz mit Beautyketten und anderen Anbietern. Der Trend zu mehr minimal-invasiven Ein-griffen auch in den Praxen der VDÄPC-Mitglieder zeigt, dass Patienten auch hier zunehmend auf Sicher-heit achten und einen fachärztlichen Standard bevorzugen“, erläutert Dr. Katrin Müller, Vizepräsidentin der VDÄPC.
Medizinische Ursachen häufig entscheidend
Die Umfrage belegt, dass ästhetisch-plastische Eingriffe häufig medizinische Gründe haben. Ein Beispiel ist die Gynäkomastie, also die krankhafte Vergrößerung der männlichen Brust. Dieser Eingriff gehört seit Jahren zu den häufigsten Operationen bei Männern und liegt auf Platz zwei bei den Eingriffszahlen.
„Das zeigt, dass es in der plastisch-ästhetischen Chirurgie häufig nicht um Lifestyle-Medizin geht, son-dern um die Behandlung realer medizinischer Probleme“, betont Schönborn.
Dies gilt auch für den Bereich der Intimchirurgie: „In der Regel suchen Patientinnen wegen funktioneller Beschwerden oder großer psychischer Belastungen ärztliche Hilfe“, erklärt Dr. Michaela Montanari, Prä-sidentin der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC). Anatomische Beson-derheiten im Intimbereich könnten sowohl körperliche Beschwerden als auch Einschränkungen im Se-xualleben verursachen. Montanari betont, dass es daher eine positive Entwicklung sei, dass immer mehr Frauen den Mut finden, offen darüber zu sprechen und sich behandeln zu lassen.
Ein detaillierte Darstellung der Umfrage mit dem Titel „Neue VDÄPC-Behandlungsstatistik 2025“ finden sie auf der VDÄPC-Website unter der Rubrik „Statistiken“
Rückfragen und Interviewwünsche gerne an presse@vdaepc.de.
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