Filler oder Facelift? – Natürliche Gesichtsverjüngung braucht die richtige Indikation

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Berlin, 07. Juli 2026 – Hyaluronsäure, Botulinumtoxin und andere Filler gehören seit Jahren zu den be-liebtesten ästhetischen Behandlungen. Viele Patientinnen und Patienten wünschen sich damit ein fri-scheres Aussehen – möglichst ohne Operation. Doch nicht jede Altersveränderung lässt sich auf diese Weise dauerhaft korrigieren. Mit dem neuen Trendcheck #14 „Gesichtsverjüngung mit Filler oder Facelift“ informiert die Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) über Mög-lichkeiten und Grenzen der verschiedenen Verfahren.

 

„Viele Patientinnen und Patienten wünschen sich heute möglichst natürliche Ergebnisse bei minimalem Aufwand. Allerdings lassen sich ausgeprägtere Altersveränderungen im Gesicht oft nicht allein mit Hya-luronsäure und Botulinumtoxin beheben. Ein Hauptgrund dafür ist: Überschüssige Haut wird durch diese Verfahren nicht entfernt“, erklärt der VDÄPC-Präsident Dr. Alexander Schönborn. „Wenn die Hautalte-rung weiter fortgeschritten ist, führt deshalb häufig erst ein Facelift zu einem dauerhaft natürlichen Er-gebnis“, so der Experte.

 

Mit zunehmendem Alter verändern sich nicht nur Haut und Unterhautgewebe, sondern auch die tiefe-ren anatomischen Strukturen des Gesichts. Während Filler einzelne Bereiche gezielt auffüllen, hebt ein Facelift abgesunkene Gewebe an und entfernt überschüssige Haut. Ziel moderner Operationsverfahren sei dabei kein künstlich gestrafftes Aussehen, sondern die Wiederherstellung natürlicher Gesichtskon-turen.

 

Je nach Ausprägung der Altersveränderungen kommen unterschiedliche Operationsmethoden infrage. Neben klassischen Facelift-Techniken stehen heute auch schonendere Verfahren wie das sogenannte Micro-SMAS-Facelift zur Verfügung, das bei geeigneten Patientinnen und Patienten mit geringerem ope-rativem Aufwand durchgeführt werden kann.

 

Häufig werden operative und nichtoperative Verfahren sinnvoll miteinander kombiniert. So können Lid- oder Halsstraffungen sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Hautqualität das Ergebnis eines Facelifts ergänzen. Welche Behandlung oder Kombination im Einzelfall sinnvoll ist, hängt unter anderem von Hautbeschaffenheit, Gewebequalität, Alter und den individuellen Erwartungen der Patientinnen und Patienten ab.

 

Auch frühere ästhetische Behandlungen sollten in die Planung einbezogen werden. Bereits eingebrachte Filler oder andere Verfahren können Einfluss auf spätere Operationen haben und sollten deshalb im Beratungsgespräch offengelegt werden.

 

„Eine seriöse ästhetische Behandlung beginnt immer mit einer sorgfältigen Analyse und einer ehrlichen Beratung. Nicht jede Falte muss operiert werden – aber ebenso wenig lässt sich jede Altersveränderung sinnvoll unterspritzen. Entscheidend ist, für jede Patientin und jeden Patienten die individuell passende Lösung zu finden“, so Schönborn.

 

Weitere Informationen zu den verschiedenen Verfahren sowie ihren jeweiligen Möglichkeiten und Gren-zen hat die VDÄPC in ihrem aktuellen Trendcheck „Gesichtsverjüngung mit Filler oder Facelift“ zusam-mengestellt.

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