Pressemitteilung: Intimchirurgie in Deutschland gefragt

Pressemitteilung
Gesundheit/Ästhetisch-Plastische Chirurgie

Intimchirurgie in Deutschland gefragt
Zunahme der Eingriffe um knapp 17 Prozent

Berlin, 11. Juli 2016. Intimchirurgische Eingriffe sind in Deutschland im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. Wurden in 2014 rund 1.800 Operationen in der Intimzone durchgeführt, waren es im vergangenen Jahr schon über 2.100 Eingriffe; dies bedeutet eine Zunahme von circa 17 Prozent.1 „Diese Zahlen zeigen, dass dieses Thema die Frauen hierzulande bewegt und sie bereit sind, bei Problemen im Intimbereich Abhilfe zu schaffen“, erklären die Plastischen Chirurgen und VDÄPCMitglieder Dr. Stephan Günther, Düsseldorf, und Dr. Dominik von Lukowicz, München, die sich auf Intimchirurgie spezialisiert haben und jährlich eine Vielzahl an Operationen an ihren weiblichen Patienten vornehmen. In der Regel führen funktionale Beschwerden die Frauen in die Praxis, manchmal kombiniert mit einer ästhetischen Komponente.

Schamlippenverkleinerung
In den meisten Fällen werden bei einem solchen Eingriff die inneren Schamlippen chirurgisch verkleinert. Durch Geburten, den Alterungsprozess oder aus Veranlagung können die inneren sogenannten kleinen Schamlippen stark vergrößert sein. Vergrößerte oder verlängerte Schamlippen können bei den Betroffenen zu schmerzhaften und hinderlichen Problemen im Intimbereich führen: beim Sport, bei Geschlechtsverkehr und manchmal sogar beim Gehen führen sie durch die permanente Reibung zu Schmerzen und Wundsein. Zudem stören sich manche Frauen rein ästhetisch an ihren zu großen Schamlippen. „Dies kann die betroffenen Frauen enorm einschränken und in ihrem Selbstbewusstsein hemmen“, wissen die beiden VDÄPC-Experten aus ihrer Erfahrung. „In solchen Fällen kann eine operative Verkleinerung der Schamlippen regelrecht befreiend wirken“, ergänzen sie. Bei dem Eingriff werden die Labien meist unter Lokalanästhesie chirurgisch dauerhaft korrigiert. Dabei wird der überschüssige Hautanteil entfernt, mit dem Ziel anschließend eine natürlich geformte Labie zu erreichen.

Scheidenplastik
Durch natürliche Geburten verliert das Gewebe der Vagina oft ihre Elastizität und es kann zu einer – mitunter – starken Weitung kommen. „Dies kann wiederum zu funktionalen Problemen führen, die nur mit einer Scheidenplastik behoben werden können“, erklärt Dr. von Lukowicz. Bei dieser Operation wird unter Vollnarkose das geweitete Gewebe dauerhaft gestrafft. Dieser Eingriff verhilft den Frauen in der Regel auch zu deutlich mehr Gefühl beim Intimverkehr.

Innere Straffung
Eigenfettbehandlungen und neue Medizintechnikverfahren wie Radiofrequenz oder Laser machen heute auch eine innere Vaginalstraffung möglich. Dies ist häufig auch das Mittel der Wahl bei Blasenschwäche. Gleichzeit führt eine innere Straffung auch zu intensiveren Lustgefühlen beim Geschlechtsverkehr, was den Frauen durchaus willkommen und wichtig ist. “Allerdings sind die Resultate nicht dauerhaft; einmal im Jahr muss nachbehandelt werden“, weiß Dr. Günther.

Lernen beim Spezialisten
Intimchirurgische Eingriffe sind alles andere als leicht. Oft versuchen sich Ärzte daran, denen es an Wissen um die richtige OP-Technik mangelt, kritisieren Dr. Günther und Dr. von Lukowicz. Das führt zunehmend zu Nachoperationen, weil der erste Eingriff nicht erfolgreich war. Dem will die VDÄPC entgegen wirken. Ihr „Fellowship“-Programm ermöglicht es jungen Ärzten, bei erfahrenen VDÄPC-Mitgliedern zu hospitieren und die richtigen OP-Techniken zu erlernen.

Herausgeber:
VDÄPC – Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen Die Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) ist die größte Fachgesellschaft Ästhetischer Chirurgen in Deutschland. Die Mitglieder der VDÄPC sind sowohl niedergelassene Ärzte, als auch Klinikärzte auf dem Fachgebiet Plastische und Ästhetische Chirurgie. Die Mitglieder der VDÄPC müssen sich über die Ausbildung zum Facharzt der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie hinaus kontinuierlich weiterbilden, um das fachliche Wissen und die praktischen Fertigkeiten auf einem konstant hohen und aktuellen Niveau zu halten.

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