Trend: Intimchirurgie

fem.com, 23.03.2010

In den USA gehört die Genitaloperation bereits zu den beliebtesten Schönheits- OPs und die Nachfrage steigt jährlich um etwa 30 Prozent. Frauenmagazine und Boulevard-Medien präsentieren hierzulande laut fem.com den Trend zum getunten Schritt zu kritiklos. Das „Deutsche Ärzteblatt“ berichtet bereits von 1.000 Schamlippenstraffungen 2005 in Deutschland. Gründe für die Operationen seien überwiegend ästhetischer Natur, nur in Ausnahmefällen seien die Eingriffe eine ärztliche Heilmaßnahme. Eine medizinische Indikation kann zum Beispiel eine starke Asymmetrie der Schamlippen (Labien) sein oder eine Form, die beim Sitzen oder bei Sport- und Freizeitaktivitäten ständig stört und Entzündungen hervorruft. Einen Grund für den Boom kosmetischer Korrekturen im Intimbereich sehen Medizinpsychologen darin, dass die „nackte Scham“ immer häufiger in den Medien dargestellt und damit die öffentliche Aufmerksamkeit auf diesen privaten Körperbereich lenkt. Das Schönheitsideal vom Intimbereich folgt der allgemeinen Norm von Jugendlichkeit. Eine aktuelle Studie ergab außerdem, dass 32 Prozent der Männer und 80 Prozent der Frauen im Alter von 18 bis 25 Jahren ihr Körperhaar rasieren, jeweils knapp 70 Prozent auch im Genitalbereich. „In der Genitalzone werden dadurch Stellen sichtbar, die vorher verborgen blieben.

Die VDÄPC rät, Eingriffe im Intimbereich nur von erfahrenen Fachärzten durchführen zu lassen. Bei der Schamlippenreduktion wird in einem von Bakterien besiedelten Bereich operiert. Es können daher Infektionen vorkommen. Wird außerdem bei der Operation z.B. die Narbenschrumpfung nicht ausreichend berücksichtigt, können Schmerzen und Spannungsgefühle die Folge sein. Sie stören Patienten u.a. beim Geschlechtsverkehr. Auch Sensiblitätsstörungen können auftreten.

Arztsuche

Aktuelle Informationen zur Coronavirus-Situation

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

als Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen verfolgen auch wir die aktuelle Entwicklung rund um das Coronavirus (SARS-CoV-2) mit großer Aufmerksamkeit. Die Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten steht für uns an erster Stelle.
Welche Konsequenzen hat die aktuelle Coronakrise für Sie als Patient? Pauschal lässt sich dies nicht beantworten, da regional die Bestimmungen je nach Bundesland unterschiedlich sind. Wenden Sie sich daher bitte an Ihre Fachärztin oder Ihren Facharzt für Ästhetisch-Plastische Chirurgie, um Ihre Situation individuell zu klären.
Falls Sie zu den Risikogruppen gehören, oder Sie sich in den vergangenen 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben, oder wenn Sie Kontakt zu einem Infizierten hatten, bitten wir Sie, von einem Besuch bei einem Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie zum jetzigen Zeitpunkt abzusehen. Das gilt auch für den Fall, dass Sie sich nicht gesund fühlen oder wenn ein Verdacht auf eine Infektion vorliegt.

Bleiben Sie bei guter Gesundheit

Ihre VDÄPC