Stirnstraffung/Stirnlift

Bei der Stirnstraffung (Stirnlift) werden ausgeprägte Falten im oberen Gesichtsbereich korrigiert, wobei auch die Augenbrauen wieder in die gewünschte Position gebracht werden können. Der Eingriff erfolgt in den meisten Fällen endoskopisch, das heißt, mit einer Minikamera und Instrumenten, die über kleine Zugänge unter die Haut geschoben werden. Die Stirnstraffung erzielt nicht nur eine glattere Stirnhaut, sondern auch ein jüngeres und lebendigeres Aussehen des ganzen Gesichts.

Bei uns finden Sie auch eine Checkliste zur Suche nach einem geeigneten Facharzt oder Sie gehen direkt über die Arztsuche auf die Suche nach einem passenden Behandler.

Inhalt:
– Gründe für eine Stirnstraffung
Was passiert vor der Stirnstraffung?
– Ablauf und Vorgehensweise bei der Stirnstraffung
– Welche Risiken gibt es bei einer Stirnstraffung?
– Dauer, Narkose, Klinikaufenthalt
– Nachsorge
– Welche Erfolge können mit einer Stirnstraffung erzielt werden?

Gründe für eine Stirnstraffung

Falten auf der Stirn können sehr auffällig werden, weil sie auch mit einem Absinken der Augenbrauen verbunden sind. Mitunter zeigen sich tiefe Furchen, herabhängende Augenbrauen und weitere Falten an den Lidern. Diese markanten Falten sind das Resultat von langjährigen Prozessen, die zu einer Erschlaffung des Bindegewebes geführt haben. Im Vordergrund stehen gewöhnliche Alterungsprozesse und ständige Muskelspannung an der Stirn, etwa durch häufiges Runzeln oder Blinzeln. Doch auch weitere Ursachen wie häufige Sonneneinstrahlung oder ein größerer Gewichtsverlust können eine Rolle spielen. Die Folge können tiefe, quer oder senkrecht verlaufende Falten der Stirn oder auch schlaff herunterhängende Augenbrauen oder Falten im Lidbereich sein. Das Gesicht wirkt dadurch gealtert, ermüdet oder sogar traurig.

Was passiert vor der Stirnstraffung?

Zunächst führt der Ästhetisch-Plastische Chirurg ein Gespräch und eine Voruntersuchung mit dem Patienten durch. Er stellt Fragen zu den Vorstellungen und Wünschen, zu möglichen Vorerkrankungen und anderen relevanten Gegebenheiten wie z. B. Medikamenteneinnahmen. In der Untersuchung beurteilt der Chirurg die Stirnhaut und den Rest des Gesichts sowie die Gesundheit des ganzen Körpers.

Patienten sollten das Rauchen etwa zwei Wochen vor bis mindestens zwei Wochen nach dem Eingriff unterlassen. Auch müssen Medikamente zur Hemmung der Blutgerinnung in Rücksprache mit dem Arzt meist absetzt werden.

Ablauf und Vorgehensweise bei der Stirnstraffung

Ein Stirnlift wird entweder als endoskopische Operation oder als sogenannte offene Operation durchgeführt. Endoskopisch bedeutet, dass über kleine Zugangswege mit Spezialinstrumenten operiert wird. Vor Beginn des Eingriffs werden die Haare eingeflochten und das OP-Gebiet wird ausgiebig desinfiziert. Die kleinen Einschnitte werden so hinter der Haargrenze angelegt, dass Wunden und eventuelle Narben unauffällig bleiben. Die Zugänge für den endoskopischen Eingriff sind nur anderthalb bis vier Zentimeter lang. Über diese Schnitte führt der Chirurg eine kleine Kamera ein, sodass er auf einem Monitor einen Einblick in das Operationsgebiet erhält. Anschließend löst er Haut und Muskulatur der Stirn teilweise von ihrem Untergrund und entfernt überschüssiges Gewebe. Dann werden die Wunden genäht, evtl. eine Drainage eingelegt und der Kopf verbunden.

Bei der offenen Methode wird heute vorwiegend direkt an der Haarlinie der Schnitt gesetzt. Dadurch verlagert sich die Haarlinie durch den Eingriff nicht nach oben, das ist von Vorteil. Über den offenen Zugang kann die Haut der Stirn sehr fein getrimmt werden und abschließend wird die Narbe fein vernäht.

Welche Risiken gibt es bei einer Stirnstraffung?

Die Stirnstraffung ist in der Regel ein risikoarmer Eingriff, jedoch können Komplikationen nie ausgeschlossen werden. Nachblutungen, Infektionen und Wundheilungsstörungen sind möglich, treten aber sehr selten auf. Auch können sich mitunter stärkere Narben bilden, wobei diese jedoch zumeist vom Haaransatz überdeckt werden. In seltenen Fällen kann es durch Nervenverletzung zu Lähmungserscheinungen an der Stirnmuskulatur bis hin zur Einschränkung der Bewegungsmöglichkeiten des Auges kommen. Auch ein meist vorübergehendes Taubheitsgefühl ist möglich. Im Schnittbereich können unter Umständen Haare ausfallen. Bei der offenen Methode kann die Narbe trotz größter Sorgfalt sichtbarer sein als gewünscht. Dann sollte eine Narbenkorrektur zum späteren Zeitpunkt durchgeführt werden.

Dauer, Narkose, Klinikaufenthalt

Die Stirnstraffung dauert etwa 60 bis 90 Minuten und wird in Vollnarkose oder Dämmerschlaf durchgeführt. Patienten müssen nach dem Eingriff meist nur ein oder zwei Tage in der Klinik bleiben.

Nachsorge

Um Schwellungen zu vermindern sollten die Bereiche um die Augen und die Stirn in den Tagen nach der Operation vorsichtig gekühlt werden. Häufig schwellen besonders die Augenlider an und können auch blau unterlaufen sein. Für einige Tage ist es deswegen zudem sinnvoll, mit erhöhtem Kopf zu liegen. Der Arzt kann bei Bedarf ein Medikament gegen die Schmerzen anordnen. Wenn ein Patient nach dem Eingriff unter Augentrockenheit leidet, kann hierfür eine geeignete Salbe verschrieben werden. Die Fäden können nach knapp zwei Wochen gezogen werden. Oft ist schon nach etwa zehn Tagen kaum noch etwas davon zu sehen, dass ein Eingriff getätigt wurde. Patienten dürfen nach ungefähr drei Wochen wieder sportlichen Aktivitäten nachgehen.

Welche Erfolge können mit einer Stirnstraffung erzielt werden?

Mit einer erfolgreichen Stirnstraffung können die tiefen Falten deutlich reduziert werden. Das Gesicht wirkt dadurch nicht mehr so angespannt und grimmig, es sieht wieder jünger aus. Ein zusätzlicher Nutzen des Eingriffs ergibt sich daraus, dass auch die Augenbrauen wieder nach oben gezogen werden und somit auch entstandene Lidfalten reduziert werden. Das Resultat sieht meist natürlich aus und bleibt über einen langen Zeitraum stabil. Erst nach mehr als zehn Jahren ist wieder mit Veränderungen zu rechnen. Eine Faltenbehandlung ist bei weniger ausgeprägten Befunden auch mit nichtoperativen Methoden möglich. Das gilt auch für die Stirn. Die Therapie ist beispielsweise durch ein Einspritzen von Botulinumtoxin oder von Füllmaterialien (Fillern) wie Hyaluronsäure möglich.

Hier finden Sie die Informationen zur Stirnstraffung als Download.

Informationen zur ästhetischen Operation Facelift
Informationen zur ästhetischen Operation Lidplastik/Augenlidstraffung
Informationen zur ästhetischen Operation Nasenkorrektur
Informationen zur ästhetischen Operation Ohrkorrektur

Arztsuche

Aktuelle Informationen zur Coronavirus-Situation

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

als Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen verfolgen auch wir die aktuelle Entwicklung rund um das Coronavirus (SARS-CoV-2) mit großer Aufmerksamkeit. Die Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten steht für uns an erster Stelle.
Welche Konsequenzen hat die aktuelle Coronakrise für Sie als Patient? Pauschal lässt sich dies nicht beantworten, da regional die Bestimmungen je nach Bundesland unterschiedlich sind. Wenden Sie sich daher bitte an Ihre Fachärztin oder Ihren Facharzt für Ästhetisch-Plastische Chirurgie, um Ihre Situation individuell zu klären.
Falls Sie zu den Risikogruppen gehören, oder Sie sich in den vergangenen 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben, oder wenn Sie Kontakt zu einem Infizierten hatten, bitten wir Sie, von einem Besuch bei einem Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie zum jetzigen Zeitpunkt abzusehen. Das gilt auch für den Fall, dass Sie sich nicht gesund fühlen oder wenn ein Verdacht auf eine Infektion vorliegt.

Bleiben Sie bei guter Gesundheit

Ihre VDÄPC