Fadenlifting

Zu den modernen Anti-Aging-Methoden zählt unter anderem das sogenannte Fadenlifting. Mithilfe spezieller, resorbierbarer Fäden, die unter die Haut gesetzt werden, soll abgesunkenes Gewebe wieder in seine ursprüngliche Position gebracht werden. Zudem minimiert das Verfahren unliebsame Falten. Damit stellt es eine sanfte Methode zur Gesichtsverjüngung dar. Anders als bei einem Facelift ist für das Fadenlifting kein operativer Eingriff notwendig, um die „ungebetenen“ Veränderungen, die infolge des natürlichen Alterungsprozesses auftreten, zu korrigieren.

Bei uns finden Sie auch eine Checkliste zur Suche nach einem geeigneten Facharzt oder Sie gehen direkt über die Arztsuche auf die Suche nach einem passenden Behandler.

Inhalt:
– Ein Fadenlifting – für mich?
– Welche Fäden werden benutzt?
– Beratungsgespräch vor dem Fadenlifting
– Vorbereitung auf das Fadenlifting
– Narkose und Klinikaufenthalt
– Ablauf des Fadenliftings
– Erholung und Nachsorge beim Fadenlifting
– Wie lange hält das Ergebnis eines Fadenliftings?
– Eventuelle Risiken bei einem Fadenlifting

Ein Fadenlifting – für mich?

Falten sind per se nicht ausschließlich schlecht. Sie gehören zum Leben dazu und symbolisieren einen gewissen Erfahrungsschatz. Insbesondere dann, wenn es „zu viele“ Falten werden oder sie sehr ausgeprägt und tief sind, können sie als störend empfunden werden. Häufig wirken die betroffenen Personen durch die Veränderungen älter und erschöpfter, als sie in Wirklichkeit sind. Auch abgesunkene Partien können dem Aussehen eine unliebsame Wirkung verleihen.

Neben dem Facelift kommt zur Straffung und Verjüngung des Gesichts auch das minimalinvasive Fadenlifting infrage. Es eignet sich vor allem für Patienten jüngeren und mittleren Alters. Im Gegensatz zum herkömmlichen Lifting entfernt das Verfahren jedoch keine Haut- und Gewebeüberschüsse. Eine vollständige Alternative zur chirurgischen Gesichtsstraffung stellt das Fadenlifting somit nicht dar.

Welche Fäden werden benutzt?

In der Vergangenheit wurden für das Fadenlifting verschiedene Fäden benutzt, darunter beispielsweise aus Gold und Platin. Heute nutzen Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie in der Regel Fäden aus resorbierbaren Materialien. Da diese vom Körper wieder abgebaut werden können, minimieren sich die Risiken für negative Gewebeveränderungen, Abstoßungsreaktionen und andere gesundheitliche Langzeitfolgen. Die modernen Fäden bestehen meist aus Polydioxanon (PDO) oder Polymilchsäure (PLA). Hierbei handelt es sich um Materialien, die in der Chirurgie seit vielen Jahren etabliert sind. Hinsichtlich ihrer Länge und Beschaffenheit können die Fäden beim Fadenlifting leicht variieren. Einige der Fäden sind zudem mit winzigen Kegelchen besetzt, die einen besseren Halt im Gewebe ermöglichen.

Beratungsgespräch vor dem Fadenlifting

Um den individuell am besten geeigneten Behandlungsplan zusammenzustellen, ist eine persönliche Beratung und Untersuchung durch den Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie unerlässlich. Ein wesentlicher Teil des Beratungsgespräches ist es zudem, die Möglichkeiten sowie die Grenzen eines Fadenliftings aufzuzeigen, den Ablauf zu erläutern und auf eventuelle Risiken der Behandlung einzugehen.

Vorbereitung auf das Fadenlifting

Eine spezielle Vorbereitung ist für das Fadenlifting in der Regel nicht notwendig. Um keine unnötigen Risiken einzugehen, sollten nach Möglichkeit für etwa zwei Wochen keine Medikamente eingenommen werden, die eine blutverdünnende Wirkung besitzen (z. B. Schmerzmittel wie Aspirin®). Zudem sollte unmittelbar vor und nach der Behandlung auf den Konsum von Nikotin und Alkohol verzichtet werden, da andernfalls der Heilungsprozess beeinträchtigt werden kann.

Narkose und Klinikaufenthalt

Das Fadenlifting findet für gewöhnlich ambulant statt. Ein anschließender stationärer Aufenthalt ist nicht notwendig. Nach einer kurzen Erholungsphase können die Patienten wieder nach Hause gehen und ihre normalen Tätigkeiten wieder aufnehmen. Lediglich auf starke körperliche Anstrengungen sollte vorerst verzichtet werden. Damit die Behandlung für den Patienten schmerzfrei ist, erhält er eine örtliche Betäubung. Auf Wunsch des Patienten und abhängig von der Indikation ist auch eine kurze Dämmerschlafnarkose möglich.

Ablauf des Fadenliftings

Zunächst markiert der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie die späteren Positionen der Fäden auf der Haut des Patienten. Nachdem das Behandlungsareal gereinigt sowie desinfiziert ist und die Wirkung der Betäubung eingesetzt hat, bringt er die Fäden mithilfe einer feinen Kanüle in das Gewebe ein. Anschließend sorgt er mit einem individuell angepassten Zug dafür, dass abgesunkene Partien in ihre ursprüngliche Position zurückversetzt werden. Durch ihre spezielle Struktur bleiben die Fäden genau dort, wo der Ästhetisch-Plastische Chirurg sie platziert hat und ermöglichen dadurch einen guten Halt für das erzielte Behandlungsergebnis.

Zusätzlich zu dem Straffungseffekt regen die Fäden auch die körpereigene Kollagensynthese an. Die Fäden werden vom Körper auf natürliche Weise resorbiert (abgebaut). An ihrer Stelle wird dann das straffende Strukturprotein Kollagen eingefügt, wodurch ein zusätzlicher Straffungseffekt hervorgerufen wird, der die Wirkungsdauer der Behandlung verlängert. Das bedeutet, dass der verjüngende Effekt auch dann noch sichtbar ist, wenn die Fäden sich nicht mehr im Körper befinden.

Erholung und Nachsorge beim Fadenlifting

Mit welchen Ausfallzeiten nach einem Fadenlifting zu rechnen ist, lässt sich nicht pauschal sagen. Erfahrungsgemäß sind die Patienten bereits kurze Zeit nach der Behandlung wieder arbeits- und gesellschaftsfähig. Einzelne Schwellungen, Rötungen und Hämatome können jedoch für einige Tage bis hin zu einer Woche sichtbar bleiben, ehe sie selbstständig abklingen. Durch regelmäßiges Kühlen kann der Heilungsprozess unterstützt werden. Auf körperliche Belastungen und Sport sollte für etwa eine Woche verzichtet werden. Make-up sollte frühestens nach 24 Stunden wieder aufgetragen werden. Bestenfalls warten die Patienten, bis der Heilungsprozess abgeschlossen ist, um eventuelle Reizungen zu vermeiden. Vorübergehende kleine Einziehungen oder Faltenbildungen sind unmittelbar nach dem Fadenlifting vollkommen normal. Nach spätestens einer Woche sind diese Symptome erfahrungsgemäß nicht mehr vorhanden.

Wie lange hält das Ergebnis eines Fadenliftings?

Die ersten straffenden Ergebnisse des Fadenliftings sind sogleich nach der Behandlung sichtbar. Zunächst können die behandelten Bereiche noch etwas „überspannt“ wirken. Das ist jedoch gewollt, da sich Faden und Gewebe innerhalb der nächsten 24 Stunden noch etwas setzen. Während die Fäden vom Körper abgebaut werden, regen sie zusätzlich die körpereigene Kollagensynthese an, wodurch der Straffungseffekt verstärkt beziehungsweise verlängert wird. Die Fäden verbleiben etwa 12 bis 18 Monate im Gewebe, bevor sie restlos resorbiert werden. Wie lange das Ergebnis anhält, kann je nach verwendeten Fäden variieren und von Person zu Person unterschiedlich ausfallen. Durchschnittlich beträgt die Wirkungsdauer eines Fadenliftings etwa ein bis zwei Jahre. Sollten erneut alterungsbedingte Veränderungen auftreten, an denen sich die Patienten stören, kann die Behandlung wiederholt werden.

Eventuelle Risiken bei einem Fadenlifting

Aufgrund der Verwendung von selbstauflösendem beziehungsweise resorbierbarem Fadenmaterials konnten die Risiken beim Fadenlifting in den vergangenen Jahrzehnten deutlich reduziert werden. Bis auf leichte Schwellungen, Rötungen und Hämatome verläuft das Verfahren in der Regel weitestgehend komplikationsfrei. Die genannten Beschwerden klingen zudem innerhalb weniger Tage selbstständig wieder ab. Eine Unverträglichkeit gegenüber der Fäden ist in der Theorie möglich, aber sehr unwahrscheinlich, da biokompatibles Material verwendet wird. Auch Infektionen und Asymmetrien können auftreten. Bei einem erfahrenen Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie zählen sie jedoch zu den sehr seltenen Risiken eines Fadenliftings.

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