Chemisches Peeling

Um unliebsame Veränderungen auf der Haut zu behandeln und zu reduzieren, ist nicht in jedem Fall ein operativer Eingriff notwendig. Bei Falten sowie Pigment- und Altersflecken kann auch ein sogenanntes chemisches Peeling erfolgen, das dem Erscheinungsbild wieder mehr Frische und ein jüngeres Aussehen verleiht. Zum Einsatz kommen beim chemischen Peeling spezielle chemische Substanzen, die verhornte Hautschichten der Oberhaut (Epidermis) kontrolliert entfernen. Je nach tiefe des Peelings können auch darunterliegende Schichten und Strukturen beeinflusst werden, sodass es ebenfalls möglich ist, selbst tiefe Falten effektiv zu behandeln. Beim chemischen Peeling handelt es sich um eine professionelle ästhetische Behandlung, die in einer Praxis oder Klinik von erfahrenem Fachpersonal durchgeführt wird.

Bei uns finden Sie auch eine Checkliste zur Suche nach einem geeigneten Facharzt oder Sie gehen direkt über die Arztsuche auf die Suche nach einem passenden Behandler.

Inhalt:
– Ein chemisches Peeling – für mich?
– Unterschied: chemisches Peeling und Peeling für zu Hause
– Chemisches Peeling und mechanisches Peeling
– Verschiedene Arten beim chemischen Peeling
– Beratungsgespräch zum chemischen Peeling
– Worauf ist vor der Peeling-Behandlung zu achten?
– Mögliche Anwendungsareale beim Peeling
– Ablauf: wie funktioniert ein chemisches Peeling?
– Erholung und Nachsorge beim chemischen Peeling
– Welche Risiken und Nebenwirkungen gibt es bei der Peeling-Behandlung?

Ein chemisches Peeling – für mich?

Insbesondere Falten und erschlaffte Hautpartien werden von vielen Frauen und Männern als ästhetisch störend empfunden. Ein chemisches Peeling kann dabei helfen, diesen Veränderungen effektiv entgegenzuwirken. Durch die Abtragung abgestorbener Hautzellen werden die hauteigene Zellerneuerung und die Kollagenproduktion angekurbelt. Die neu gebildeten Hautzellen sind frischer und führen zu einem jüngeren, strahlenden Aussehen. Auch die allgemeine Hautstruktur kann durch ein chemisches Peeling verbessert werden. Zudem beeinflusst die vermehrte Kollagenproduktion positiv die Straffheit der behandelten Partien.

Unterschied: chemisches Peeling und Peeling für zu Hause

Im Vergleich zu Peeling-Produkten für zu Hause sind chemische Peelings in ihrer Anwendung und Wirkung meist stärker. Daher sollten sie auch nur von erfahrenen Fachärzten durchgeführt werden. Die Substanzen bewirken ein kontrolliertes Abschälen der oberen Hautschicht, sodass darunterliegende frische Hautzellen zum Vorschein kommen. Je nach Stärke des verwendeten Peelings, dringen die Wirkstoffe auch in tiefere Gewebeschichten ein.

Chemisches Peeling und mechanisches Peeling

Neben chemischen Peelings gibt es auch die Möglichkeit, die obere Hautschicht mithilfe von mechanischen Einflüssen kontrolliert abzutragen. Bei herkömmlichen Peelings können das beispielsweise körnige Bestandteile in den aufzutragenden Substanzen sein, die die Hautschuppen vorsichtig ablösen. Sie erzielen lediglich eine oberflächliche Behandlung der Haut und zählen somit zu den schonenden Methoden.

Eine andere Behandlung, die ein mechanisches Abtragen der Oberhaut erwirkt, ist die Dermabrasion, die ebenfalls ausschließlich von erfahrenen Fachärzten durchgeführt werden sollte.

Verschiedene Arten beim chemischen Peeling

Chemische Peelings können mit verschiedenen säurehaltigen Substanzen stattfinden. Je stärker die Konzentration des Peelings ist, desto tiefer dringt es in die Haut und das darunterliegende Gewebe ein.

Zu den sanften Peeling-Behandlungen zählt das sogenannte Fruchtsäurepeeling (Peeling mit Glycolsäure). Es ist ein mildes Peeling, das zur Behandlung verschiedener Hautunebenheiten eingesetzt werden kann. Neben kleinen Fältchen und ungleichmäßigen Pigmentierungen können mit dem Glycolsäurepeeling auch leichte Akne sowie flache Aknenarben reduziert werden. Überdies wird das Fruchtsäurepeeling bei grobporiger Haut angewendet.

Das Peeling mit Trichloressigsäure (TCA-Peeling) gehört zu den leichten bis mitteltiefen Peelings. Hierbei gibt es verschiedene Säurekonzentrationen. Mithilfe des TCA-Peelings können leichte bis moderate Falten, Hautunreinheiten, Pigmentstörungen, Warzen und Narben behandelt werden.

Als stärkste Methode gilt das Peeling mit Phenol. Bei diesem Peeling-Verfahren wird die oberste Hautschicht bis zur Kollagenschicht kontrolliert abgetragen. Dadurch wird die Dermis gereizt und stimuliert, sodass die körpereigenen Heilungsprozesse angeregt werden.   

Beratungsgespräch zum chemischen Peeling

Das chemische Peeling wird an die jeweiligen Störfaktoren sowie an den individuellen Hauttyp angepasst. Dafür ist ein persönliches Arzt-Patienten-Gespräch im Vorfeld der Behandlung unerlässlich. Im Rahmen dieser Beratung schildert der Patient, woran er sich stört und welche Veränderung er sich wünscht. Anhand dessen legt der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie den geeigneten Behandlungsablauf fest und klärt den Patienten eingehend zu dem Verfahren auf. Hierbei spricht er natürlich auch mögliche Risiken und Nebenwirkungen sowie eventuelle medizinische Grenzen der Behandlung an.

Worauf ist vor der Peeling-Behandlung zu achten?

Vor einem chemischen Peeling wird die Haut in der Regel auf die Behandlung vorbereitet. Dazu verschreibt der Arzt eine spezielle Creme, die der Patient täglich zu Hause anwendet. Sie sorgt unter anderem dafür, dass die Wirkstoffe beim chemischen Peeling leichter in die Hautschichten eindringen können. Zudem kann sich die Haut durch den leichten Säureanteil der Creme etwas daran gewöhnen, um die Hautreizung bei der eigentlichen Behandlung etwas abzuschwächen.

Mögliche Anwendungsareale beim Peeling

Primär findet das chemische Peeling im Bereich des Gesichts Anwendung. Zudem kann es am Hals, im Dekolleté sowie an den Handrücken vorgenommen werden, um eine sichtbare Hautverjüngung hervorzurufen. Auch an den Armen, Füßen und anderen Hautarealen ist die Behandlung möglich. Diese Behandlungsbereiche sind jedoch vergleichsweise selten.

Ablauf: wie funktioniert ein chemisches Peeling?

Nach der persönlichen Beratung und der Vorbereitung der Hautareale findet das chemische Peeling in der Praxis beziehungsweise in der Klinik statt. Unmittelbar vor der Anwendung werden die entsprechenden Areale gereinigt und entfettet. Insbesondere bei mitteltiefen und tiefen Peelings erfolgt vorab eine örtliche Betäubung beziehungsweise eine Dämmerschlafnarkose. Bei tiefen Peelings ist auch eine Behandlung in Vollnarkose möglich.

Der Arzt trägt die entsprechenden Substanzen gleichmäßig auf die Haut auf. Nach der jeweiligen Einwirkzeit des Peelings wird die Haut neutralisiert. Das bedeutet, dass die aufgetragenen Substanzen wieder entfernt werden und der Säureanteil durch entsprechende Pflegeprodukte ausgeglichen wird. Bei einigen Peelings wird die Anwendung zwei- bis dreimal wiederholt, ehe die Behandlung abgeschlossen ist Für gewöhnlich dauert ein chemisches Peeling 20 bis 30 Minuten. Bei tieferen Peelings kann die Behandlungsdauer auch länger ausfallen.

Die kontrollierte Hautreizung führt in der Lederhaut dazu, dass vermehrt Grundsubstanz und Elastin gebildet werden. Zudem wird Wasser gebunden, was einen Anstieg der Hautfeuchtigkeit erzielt. Die fortschreitende Neustrukturierung der Haut sorgt dafür, dass das Erscheinungsbild sichtbar jugendlicher und frischer wird.

Erholung und Nachsorge beim chemischen Peeling

Die Nachsorge ist für den Erfolg einer Peeling-behandlung mitentscheidend. Die Patienten erhalten die entsprechenden Pflegeprodukte mit nach Hause und sollte sie gemäß der Anwendungshinweise des Facharztes für Plastische und Ästhetische Chirurgie auftragen. Bei oberflächlichen Peelings ist mit keinen längeren Ausfallzeiten zu rechnen. Bei mittleren bis tiefen Peelings sollten die Patienten eine Schonung von ein bis drei Wochen einplanen.

Nach etwa ein bis zwei Tagen setzt eine Hautschälung ein. Auf den Behandlungsarealen bildet sich vor allem nach tiefen Peelings eine schützende Kruste, die nach einiger Zeit selbstständig abfällt. Die Patienten sollten keinesfalls versuchen, diese Kruste zu entfernen, da dies den Heilungsprozess negativ beeinflussen kann.

Innerhalb von zwei bis drei Wochen regeneriert sich die Haut. Auf die Einwirkung von UV-Strahlung sollte jedoch bestenfalls für einige Monate verzichtet werden, um eine Pigmentverschiebung zu vermeiden. Die frischen Hautzellen sind recht empfindlich und können durch die Sonne gereizt werden. Etwa eine Woche nach dem chemischen Peeling sind die Patienten für gewöhnlich bedenkenlos gesellschaftsfähig. Reströtungen können meist mit Make-up abgedeckt werden.

Welche Risiken und Nebenwirkungen gibt es bei der Peeling-Behandlung?

Zu den normalen und unbedenklichen Reaktionen nach einem chemischen Peeling zählen vorübergehende Hautrötungen und leichte Schwellungen. In einigen Fällen färbt sich das behandelte Hautareal kurzzeitig dunkel. Diese Hyperpigmentierung kann auch ohne direkte Sonneneinstrahlung auftreten, jedoch zählt sie zu den seltenen Beschwerden. Durch das regelmäßige Auftragen spezieller Bleichcreme kann eine eventuelle Hyperpigmentierung zudem in der Regel gut behandelt werden. Durch eine entsprechende Vorbereitung und Nachsorge können die meisten Risiken der Behandlung minimal gehalten werden. So kommt es auch nur in sehr seltenen Einzelfällen zu Entzündungen, Infektionen oder Wundheilungsstörungen.

Hier finden Sie den Text Informationen zum Chemischen Peeling als Download.

Arztsuche

Aktuelle Informationen zur Coronavirus-Situation

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

als Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen verfolgen auch wir die aktuelle Entwicklung rund um das Coronavirus (SARS-CoV-2) mit großer Aufmerksamkeit. Die Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten steht für uns an erster Stelle.
Welche Konsequenzen hat die aktuelle Coronakrise für Sie als Patient? Pauschal lässt sich dies nicht beantworten, da regional die Bestimmungen je nach Bundesland unterschiedlich sind. Wenden Sie sich daher bitte an Ihre Fachärztin oder Ihren Facharzt für Ästhetisch-Plastische Chirurgie, um Ihre Situation individuell zu klären.
Falls Sie zu den Risikogruppen gehören, oder Sie sich in den vergangenen 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben, oder wenn Sie Kontakt zu einem Infizierten hatten, bitten wir Sie, von einem Besuch bei einem Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie zum jetzigen Zeitpunkt abzusehen. Das gilt auch für den Fall, dass Sie sich nicht gesund fühlen oder wenn ein Verdacht auf eine Infektion vorliegt.

Bleiben Sie bei guter Gesundheit

Ihre VDÄPC