Bodylift/Bodylifting

Beim Bodylifting wird überschüssiges Hautgewebe an mehreren Bereichen des Körpers gleichzeitig entfernt und die verbleibende Haut gestrafft. Das Ziel ist, nach einer vorhergegangenen starken Gewichtsreduktion, wieder eine glatte, schlanke Körpersilhouette zu erreichen.

Was sind Gründe für ein Bodylifting und wann ist die Operation sinnvoll?

Nach deutlichen Gewichtsabnahmen bleibt oft viel überschüssige Haut an Bauch, Brust, Gesäß, Armen, Beinen, Gesicht und Hals übrig. Diese hat aufgrund der starken Überdehnung an Elastizität eingebüßt. In manchen Fällen ist der Hautmantel so enorm erschlafft, dass die Betroffenen förmlich in einer großen Hülle aus Haut leben. Außerdem sind an einigen Stellen auch kleinere, hartnäckige Fettpolster verblieben. Diese Situation stellt für die Patienten einerseits eine große seelische Belastung dar, da ihr äußeres Erscheinungsbild beeinträchtigt ist. Die herunterhängenden Haut- und Fettlappen sind zudem ein medizinisches Problem, da sie die Beweglichkeit einschränken und es in den Hautfalten zu Entzündungen verbunden mit Schmerzen kommen kann. Da in diesen Fällen viele Bereiche des Körpers betroffen sind, können einzelne Operationen allein keine Abhilfe schaffen. Aus diesem Grund entscheiden sich die Patienten für ein Bodylifting.

Eine Operation ist für Personen sinnvoll, die einen großen Leidensdruck – physisch und/oder psychisch – haben. Der Bodymaßindex (BMI) sollte zum Zeitpunkt des Eingriffs bereits unter 30 liegen und das Gewicht sollte über mindestens ein halbes Jahr gehalten worden sein.

Was muss vor dem Bodylifting beachtet werden?

Vor jeder Operation steht zunächst das Gespräch sowie die Erstuntersuchung bei einem Ästhetisch-Plastischen Chirurgen. In dem Gespräch werden die Gründe für das Bodylifting, die Behandlungsmöglichkeiten, Alternativen zum Eingriff sowie das gewünschte Ergebnis thematisiert. Auch Risiken und mögliche Komplikationen werden besprochen. Stellen Sie Ihre Fragen und schildern Sie auch Ihre eventuellen Bedenken. Ein guter Ästhetisch-Plastischer Chirurg geht darauf ein und wird Ihnen alles erklären.

Weiterhin erfragt Ihr Chirurg in dieser Erstuntersuchung Ihren Gesundheitszustand. Viele Patienten haben ihr Gewicht durch ein Magenband oder einen Magenbypass reduzieren können. Hier muss vor der Bodylift-Operation kontrolliert werden, ob sich Blutwerte, Eisengehalt, Mineralien und Vitamine im Normbereich befinden. Informieren Sie Ihren Ästhetisch-Plastischen Chirurgen auch über bestehende Vorerkrankungen und Allergien.

Wie läuft das Bodylifting ab?

Das Bodylifting ist eine sehr komplexe Operation, die mehrere Stunden dauert. Mitunter sind zwei Eingriffe nötig, da es für den Körper schonender ist. Bei den modernen Bodylifting-Verfahren nach Lockwood kann in zwei Varianten unterschieden werden: das obere und das untere Bodylift.

Das untere Bodylifting

Beim sogenannten unteren Bodylift werden bis zu sechs Zonen gestrafft: Bauch, Rücken, Flanken, Gesäß sowie Ober- und Unterschenkel. In Höhe der Hüfte oder Taille setzt der Chirurg einen zirkulären (gürtelförmigen) Schnitt an. Dadurch muss der Patient während der Operation gedreht werden. Der Bauchnabel wird meist umschnitten und später repositioniert. Nun werden die darunter liegenden Muskelhäute gestrafft und die überschüssige Haut entfernt. Anschließend beginnt die Oberschenkel- und Po-Straffung, die technisch ähnlich verläuft: beides wird durch eine Faszien-Hautstraffung angehoben. Das heißt, neben der Haut wird auch das muskuläre Bindegewebe gestrafft.

Das obere Bodylifting

Beim sogenannten oberen Bodylift werden zwei Zonen gestrafft: Oberarme und Brust. Die Techniken sind hier jeweils die gleichen wie bei den einzelnen Eingriffen. Die Kombination beider Operationen ist vor allem in den Fällen sinnvoll, in denen die Patienten im Bereich der Achselhöhle und der seitlichen Brustwand einen zusätzlichen Hautüberschuss haben. Um die Konturen in diesem Bereich zu verbessern, ist eine Kombination von Oberarm- und Bruststraffung erforderlich, wobei zusätzliche Narben am äußeren Brustkorb entstehen.

In beiden Fällen werden Drainagen zum Abfluss von Blut und Wundflüssigkeit gelegt, die nach ein paar Tagen wieder entfernt werden. Zudem erhalten die Patienten eine Thrombosespritze und einen Kompressionsmieder zur Vorbeugung von Blutgerinnseln. Werden beide Varianten des Bodyliftings kombiniert, sind in der Regel zwei oder mehr Eingriffe nötig.

Narkose und Klinikaufenthalt

Sämtliche Straffungsoperationen werden stationär und in Vollnarkose vorgenommen. Die Dauer des stationären Aufenthaltes hängt von der Art und dementsprechend vom Umfang des Eingriffs ab. So kann man beispielsweise bei einer Bruststraffung mit ein bis zwei Tagen, bei einem Bodylifting mit mehreren Tagen Krankenhausaufenthalt rechnen.

Welche Komplikationen können auftreten?

Dank des medizinischen Fortschritts treten die allgemeinen Komplikationen von Operationen wie Thrombosen und deren Folgeerkrankungen seltener auf. Jedoch hängt dieses Risiko auch von der Größe des Eingriffs und der danach einzuhaltenden langen Ruhezeit ab. Da es sich beim Bodylift um einen sehr umfangreichen Eingriff handelt, ist dieses Risiko im Vergleich zu kleineren Eingriffen etwas erhöht, wenngleich insgesamt weiterhin sehr gering.

Wundinfektionen, Durchblutungs- und Heilungsstörungen, die zu Entzündungen, zu Nekrosen (Gewebeverlust) sowie zu auffälligen Narben führen können, sind Dank der modernen Operationstechniken und hochwirksamer Antibiotika seltener. Zudem können trotz sorgfältiger Blutstillung gelegentlich Nachblutungen auftreten. Da im gesamten Operationsbereich Nerven austreten, die für das Gefühl verantwortlich sind, kann es im Zuge des Bodylifting zu Gefühlsstörungen an den betreffenden Stellen kommen.

Was muss ich nach dem Bodylifting beachten?

Da es sich beim Bodylift um eine sehr umfangreiche Operation handelt, bei der mehrere Körperareale gleichzeitig gestrafft werden, ist der Körper einer enormen Belastung ausgesetzt. Dementsprechend wichtig ist eine gründliche Nachsorge. Die Schonzeit beträgt etwa zwei Monate, kann sich je nach dem tatsächlichen Umfang des Bodyliftings aber auch verlängern. Die angelegten Drainagen können in der Regel nach zwei Tagen entfernt werden. Das Kompressionsmieder sollte mehrere Wochen getragen werden.

Ihr Ästhetisch-Plastischer Chirurg wird all diese sowie weitere Aspekte detailliert mit Ihnen besprechen.

Die Informationen zum Bodylifting können Sie hier per PDF herunterladen.

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