Pressemitteilung: Wie nachhaltig ist eine Brustvergrößerung?

Pressemitteilung
Gesundheit/Ästhetisch-Plastische Chirurgie

Wie nachhaltig ist eine Brustvergrößerung?
VDÄPC richtet Implantatregister ein

Hamburg, 20. Mai 2016. Die Brustvergrößerung ist die mit Abstand häufigste Schönheitsoperation bei Frauen in Deutschland. Allein im vergangenen Jahr führten die Mitglieder der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) rund 5.900 so genannte Mamma-Augmentationen durch. Umso wichtiger stellt sich die Nachhaltigkeit dieser elektiven, also freiwilligen, Operation dar: Auch nach Jahren sollte die Brust noch schön geformt sein – selbst nach dem Stillen. Doch die Realität sieht oft anders aus. Bei kaum einer anderen Schönheitsoperation kommt es in der Folge zu so vielen Korrektureingriffen. Neben wechselnden Moden und veränderten persönlichen Vorlieben, führen Gewebeverhärtungen, Verrutschen des Implantates oder Unzufriedenheit der Patienten mit der Form der Brust zu Korrektureingriffen. Daher gibt die VDÄPC klare Empfehlungen für die Vorbereitung, Durchführung und Nachsorge einer Brustvergrößerung heraus, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen der letzten Jahre basieren. „In der Brustchirurgie, insbesondere bei der Vergrößerung, kommt es auf mehrere Faktoren an, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden“, erklären die Kongresspräsidenten der VDÄPCFrühjahrstagung 2016 Prof. Detlev Hebebrand und Dr. Marian Mackowski. Ein wichtiges Anliegen der Tagung ist, Empfehlungen für die Brustvergrößerung zu diskutieren, um die Sicherheit und Nachhaltigkeit der Operation zu verbessern.

Entscheidend für den Erfolg einer gelungenen und nachhaltigen Brustvergrößerung ist die vorausgehende Planung. Im Vorfeld müssen drei Parameter festgelegt werden: 1. passende Implantatwahl, also Form und Textur des Implantates müssen ausgewählt werden, d.h. glatte oder texturierte Oberfläche; runde oder anatomische Form. 2. Der Zugangsweg bzw. Schnittführung und 3. Positionierung des Implantates im Gewebe. Prof. Hebebrand und Dr. Mackowski favorisieren in den meisten Fällen den Einsatz von natürlich geformten, texturierten Implantaten, die unter dem Brustmuskel platziert werden. „Unserer langjährigen operativen Erfahrung nach sorgt diese Vorgehensweise für eine langanhaltend schön geformte Brust, die selbst Schwangerschaften und Stillzeiten übersteht“, zeigen sich beide Brustexperten überzeugt. Weiterer Vorteil: Die Inzidenz von Kapselfibrosen ist bei dieser Vorgehensweise statistisch am niedrigsten. Dagegen ist das Risiko einer Kapselfibrose am höchsten, wenn glatte Implantate unter der Brustdrüse platziert werden. Daher herrscht in Fachkreisen Einigkeit darüber, diese Vorgehensweise zu vermeiden. Grundsätzlich folgen beide Chirurgen der Maxime so gewebeschonend wie möglich zu operieren. Hinzu kommen einige wichtige Vorgaben zu Vorgehensweise während der Operation: dazu gehören u.a. die Verwendung von so genannten Nippelfolien, Wundspülung, Handschuhwechsel und vor allem niemals Implantate zwei Mal zu verwenden, selbst wenn diese im Rahmen einer Revision nur kurz entfernt werden mussten.

Neues Implantatregister
Ein weiterer wichtiger Schritt, um die Sicherheit zu erhöhen ist die Einrichtung eines computergestützten Implantatregisters: eine Software, die die VDÄPC gemeinsam mit der DGÄPC eigens für ihre Mitglieder entwickelt hat. Das Register unterstützt die Ärzte bei der Erfassung und Dokumentation der bei der Brustvergrößerung eingesetzten Implantate. Damit reagiert die VDÄPC auf die jüngsten Gesetzgebungsreformen die Sicherheit von Medizinprodukten betreffend. Das Register bietet auch die Möglichkeit einer Erweiterung hin zu einer zentralen Erfassung, sofern dies aus rechtlichen Gründen notwendig werden sollte.

Herausgeber:
VDÄPC – Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen Die Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) ist die größte Fachgesellschaft Ästhetischer Chirurgen in Deutschland. Die Mitglieder der VDÄPC sind sowohl niedergelassene Ärzte, als auch Klinikärzte auf dem Fachgebiet Plastische und Ästhetische Chirurgie. Die Mitglieder der VDÄPC müssen sich über die Ausbildung zum Facharzt der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie hinaus kontinuierlich weiterbilden, um das fachliche Wissen und die praktischen Fertigkeiten auf einem konstant hohen und aktuellen Niveau zu halten.

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