12.05.2010
Mehr als die Hälfte der Singles kann sich eine Schönheits-Operation vorstellen - Die Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen untersucht ihre Beweggründe

München, den 12. Mai 2010 - Schön, erfolgreich und jung sind die drei Erfolgskriterien bei der Partnersuche. „Singles mit ansprechenden Gesichtszügen und Körpermaßen und in gesellschaftlich angesehenen Positionen werden eher favorisiert", weiß Flirtexperte Peter Hollinger. 59 Prozent der alleinstehenden, verwitweten und geschiedenen Menschen können sich entsprechend einen ästhetisch-plastischen Eingriff vorstellen. Das ergibt eine Umfrage der GfK im Auftrag der Vereinigung der Ästhetisch Plastischen Chirurgen (VDÄPC). Untersucht wurden die Beweggründe der Deutschen für den Gang zum Schönheitschirurgen.


„In unserer Gesellschaft spielt Attraktivität eine wichtige Rolle. Beim Flirten und der Suche nach dem richtigen Partner geht es aber vor allem um ein selbstsicheres Auftreten und die Ausstrahlung", erklärt Hollinger, Gründer der ersten deutschen Flirt- und Kontaktschule. Singles, die sich eine Operation vorstellen können, scheinen sich dessen laut aktueller VDÄPC-Studie bewusst zu sein. Sie versprechen sich vom Gang unter das Messer mehr als eine rein äußerliche Veränderung. Ihre meist genannten Gründe für eine ästhetische Behandlung sind: Steigerung des Selbstwertgefühls (17 Prozent), höhere Zufriedenheit im Leben und die Vermeidung von Hänseleien (je 15 Prozent) sowie die Beseitigung von körperlichen Veränderungen (zwölf Prozent). Nur für 33 Prozent der deutschen Singles kommt eine Schönheitsoperation gar nicht in Frage.

Unterschiede zwischen Singles und Paaren
Im Vergleich zu Paaren würden sich Singles doppelt so häufig aus Gründen des sozialen Drucks und gesellschaftlichen Umfelds unter das Messer legen: Zum Beispiel für die Karriere, mehr gesellschaftliche Anerkennung und aufgrund gängiger Schönheitsideale oder weil es Bekannte auch getan haben. Die Angst, zu alt für den Partnerschaftsmarkt auszusehen, motiviert neun Prozent. Sie suchen den Schönheitschirurgen für ein jüngeres Erscheinungsbild auf oder um ersten Anzeichen des Alters vorzubeugen. Sechs Prozent erhoffen sich nach einer Schönheitsoperation leichter einen Partner zu finden und fünf Prozent ihr Sexualleben zu verbessern. Die gebundenen Deutschen sind etwas zurückhaltender: Fünf Prozent erwägen sich für den Partner einer Schönheitsoperation zu unterziehen, zwei Prozent für ein verbessertes Sexualleben.

Gesellschaftliche Maßstäbe
Schönsein für die Gesellschaft ist ein Grund, der immerhin 15 Prozent der Singles zum Schönheitschirurgen treibt. Professor Christian Gabka, Präsident der VDÄPC, gibt zu bedenken, dass „ein paar Schnitte nicht das Leben umkrempeln können. Eine Operation unterstützt das persönliche Wohlbefinden, ändert aber nicht den Charakter. Um selbstbewusster und zufriedener zu sein, muss der Patient selbst aktiv werden. Eine Operation ist kein Allheilmittel." In einem persönlichen Beratungsgespräch bespricht der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie mit dem Patienten kritisch Behandlungsmöglichkeiten, und wie am besten realistische Ergebnisse erzielt werden können. Eine wünschenswerte Ästhetik muss mit sinnvoller medizinischer Indikation einhergehen.

Eckdaten zur Umfrage: Bevölkerungsrepräsentative GfK Mehrthemenuntersuchung, 1.013 Interviews, Zeitraum 19.03. bis 26.03.2010

Bei Interesse an einem Interview oder Statement wenden Sie sich bitte an fischerAppelt, relations.

 

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