Süddeutsche Zeitung, 28.06.2007
"Die Schönheitsformel"

Die Schönheitsformel

In der vergangenen Woche fand der Weltkongress der Internationalen Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (IPRAS) in Berlin statt. Mehr als 3.000 Fachärzte aus 96 Ländern nahmen an dem Kongress teil, der alle vier Jahre veranstaltet wird.

Die Süddeutsche Zeitung setzte am Donnerstag in einem aktuellen Bericht ein Highlight des Kongresses in den Mittelpunkt: Martin Gründl vom Lehrstuhl für Experimentelle und Angewandte Psychologie der Universität Regensburg entwickelte eine Formel, mit der man die Schönheit einer Frau berechnen kann. Hierzu setzt er Gewicht, Taillen- und Hüftbreite, Beinlänge und Oberweite miteinander in Verhältnis. Durch eine Internet-Befragung von 60.00 Männern und Frauen fand er heraus, dass die meisten Menschen Frauen mit besonders langen Beinen, mittelgroßen Brüsten, einer schmalen Taille und einer mittelbreiten Hüfte am schönsten finden.

Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war die Live-Übertragung einer Operation direkt aus dem Martin-Luther-Krankenhaus. VDÄPC-Mitglied Dr. Dirk Richter führte die OP durch und entfernte bei einem Patienten nach starker Gewichtsreduktion überschüssige Hautpartien, saugte Fett ab und straffte den Körper.

Auch die Diskussion um Schönheitsideale von Jugendlichen und ihr Verhältnis zu ästhetischen Operationen war Bestandteil der Tagung. Das Thema wird durchaus kritisch betrachtet. So weiß VDÄPC-Mitglied und IPRAS-Generalsekretärin Marita Eisenmann-Klein: „Das aktuelle Schönheitsideal bei Kindern und Jugendlichen kommt in der Natur kaum vor." Operationen bei Kindern und Jugendlich sind nach wie vor extrem selten und werden nur dann vorgenommen, wenn wirklich körperliche Fehlbildungen vorliegen.



Den gesamten Artikel können Sie unter http://www.sueddeutsche.de/leben/artikel/946/120793/ nachlesen.

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