Gynäkomastie

Eine Gynäkomastie – für mich?

Bei vielen Männern ist die Brustdrüse so vergrößert, dass sie dem Aussehen einer weiblichen Brust ähnelt. In diesem Fall spricht man von einer Gynäkomastie. Die möglichen Ursachen einer Gynäkomastie liegen in Störungen des Hormonhaushalts, Fetteinlagerungen oder in einer ungesunden Lebensführung. Die Verweiblichung der Brust wird von den betroffenen Männern in den meisten Fällen als sehr unangenehm empfunden und kann zu psychologischen Störungen führen. Bildet sich die Brustdrüse trotz Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung nicht zurück, ist die operative Reduktion oder Entfernung des Brustdrüsengewebes eine Möglichkeit zur Korrektur.

Anästhesieform und Klinikaufenthalt

Das Ausmaß der Gynäkomastie entscheidet über die ambulante oder stationäre Durchführung der Brustkorrektur. Bei letzterer schließt sich an die Operation ein stationärer Aufenthalt von einigen Tagen an. Die Operation dauert in der Regel eine bis eineinhalb Stunden. Vor der Operation untersucht ein Narkosearzt die individuelle Narkosefähigkeit, sofern die Gynäkomastie Operation / Brustkorrektur aufgrund der Größe des Eingriffs in Vollnarkose vorgenommen wird. Bei kleineren Korrekturen ist alternativ eine örtliche Betäubung über regional eingespritzte Betäubungsmittel möglich. Häufig wird ein zusätzliches Beruhigungsmittel verabreicht.

Wie bereite ich mich auf die Operation vor?

Bei gravierendem Übergewicht sollte vor der Operation eine Gewichtsreduktion mittels Sport und Ernährungsumstellung erfolgen. Ist die Gynäkomastie durch Alkohol-, Cannabis- oder Anabolika-Konsum entstanden, ist ebenfalls vorab eine Verhaltensveränderung ratsam.

Wie verläuft die Operation?

Über kleine Hautschnitte am Rand oder quer durch die Brustwarze wird überschüssiges Brustdrüsengewebe entfernt. In einigen Fällen wird zur optimalen Konturierung der Brust die Brustkorrektur mit einer Fettabsaugung kombiniert. Die dazu benötigte Kanüle kann über die bereits bestehenden Einschnitte oder über kleine Schnitte im Bereich der Unterbrustfalte oder Achselhöhle eingeführt werden. Üblicherweise erfolgt im ersten Schritt die Fettabsaugung, bei der unter Bewegung der Kanüle das Fettgewebe gelöst und abgesaugt wird. Im zweiten Schritt wird der Restbrustdrüsenkörper entfernt.

Zum Abschluss werden Drainagen zum Ablauf von Blut und Wundsekret eingelegt.

Bei sehr ausgeprägter Gynäkomastie kann ein Hautüberschuss verbleiben, der entfernt werden muß.

Was passiert nach der Gynäkomastie Operation?

Unmittelbar nach der Operation wird dem Patienten ein Verband angelegt, um Blutergüsse und Schwellungen zu mildern. Es wird empfohlen, diesen kontinuierlich in den ersten ein bis zwei Wochen nach der Operation zu tragen und nachts einen elastischen Verband anzulegen. Die Drainagen werden innerhalb der ersten Tage entfernt, die Hautfäden nach sieben bis zehn Tagen. Nach einer Gynäkomastie Operation sollten sportliche Aktivitäten für die nächsten drei Wochen gemieden werden. Auch in der Folgezeit ist Sport, bei welchem die Brust verletzt werden kann, nur nach ärztlicher Absprache erlaubt.

Welche Komplikationen können entstehen?

Insgesamt gesehen ist eine Brustkorrektur bei Gynäkomastie bei qualifizierten Ärzten eine komplikationsarme Operation mit einem hohen Grad an Effizienz und Sicherheit.

Wie bei jeder Operation können nach einer Brustkorrektur Blutergüsse und Schwellungen auftreten. In Einzelfällen kann es zu unschöner Narbenbildung, Farbveränderungen des operierten Hautbereichs, Reliefverformungen der Brust oder Verziehungen der Brustwarze kommen. Diese Veränderungen können jedoch durch Korrekturoperationen ausgeglichen werden.

Welche Nachbehandlung ist erforderlich?

Regelmäßige Kontrollen beim Chirurgen sind empfohlen, um eventuelle Komplikationen frühzeitig aufzudecken und zu behandeln. Tritt eine Gynäkomastie erneut auf, kann die Korrektur problemlos wiederholt werden.

Hier finden Sie die Informationen zur Gynäkomastie den Text als Download.

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