Brustvergrößerung

Eine Brustvergrößerung – für mich?

Viele Frauen erfüllen sich heute den Wunsch nach größeren, volleren Brüsten. Die Gründe hierfür sind sehr vielfältig: Brüste, die von Natur aus nur wenig oder auch unterschiedlich stark entwickelt sind, entsprechen häufig nicht dem eigenen Schönheitsideal. Auch wollen sich viele Frauen nicht damit abfinden, dass sich ihre Brustform verändert hat, wie das nach einer Schwangerschaft, nach starkem Gewichtsverlust oder einfach altersbedingt der Fall sein kann. Mit einer Brustvergrößerung – also mit einem Brustimplantat- erhalten Sie nicht nur die Figur, von der Sie immer schon geträumt haben, sondern meistens auch einen Schub für Ihr Körperbewusstsein.
Die Entscheidung für ein Brustimplantat und eine Brustvergrößerung erfolgt fast immer aus ästhetischen Gründen und ist generell keine Frage des Alters; das Körperwachstum sollte jedoch abgeschlossen sein.

Was passiert bei der Brustvergrößerung eigentlich?

Bei einer Brustvergrößerung werden als Implantate heute Silikonkissen entweder mit Silikongel oder Kochsalzfüllung verwendet. Die Oberfläche kann glatt oder texturiert sein. In der jüngsten Studie, die im Auftrag der amerikanischen Gesundheitsbehörden durchgeführt wurde, wurde kein Unterschied zwischen glatten und texturierten Brustimplantaten festgestellt. Die Kapselverhärtung tritt bei beiden Oberflächenbeschaffenheiten gleich häufig auf.
Der Schnitt bei der Brustvergrößerung erfolgt entweder in der natürlichen Hautfalte unter der Brust, im Bereich der Mamille oder auch in der Achselhöhle. Durch diese Öffnung schafft der Chirurg einen Hohlraum, in den er das Implantat einsetzt. Dieser Hohlraum wird entweder direkt hinter dem Brustgewebe geschaffen oder zwischen dem Brustmuskel und den Rippen.
Ausgehend von Ihren persönlichen Vorstellungen und Ihren körperlichen Gegebenheiten werden Sie gemeinsam mit dem Chirurgen die Lage von Schnitt und Implantat, sowie die gewünschte Implantatgröße bestimmen.

Welche Ergebnisse können bei der Brustvergrößerung erzielt werden?

Vorausgesetzt, dass es ist nicht zu einer Kapselverhärtung kommt, können Sie mit einer vollen und natürlichen Brustform rechnen. Das Brustimplanat ist in der Regel weder unter der Haut tastbar, noch sind seine Abgrenzungen sichtbar. Die Ergebnisse sind sehr dauerhaft und halten, je nach persönlicher Veranlagung, viele Jahre – aber nicht ewig. Der natürliche Alterungsprozess und die Schwerkraft werden die Form der Brust im Laufe der Jahre wieder verändern. In diesem Fall können Sie durch ein Brustlifting das Aussehen Ihrer Brüste wieder verjüngen.

Anästhesieform und Klinikaufenthalt

Die Brustvergrößerung wird in der Regel stationär durchgeführt. In Narkose ist die Operation für die Patientin stress- und problemfrei und der Chirurg kann in Ruhe die erforderliche Feinarbeit leisten. Die notwendigen Voruntersuchungen werden am Vortag Ihres Termins in der Klinik durchgeführt. Dabei haben Sie auch Gelegenheit, die Narkose mit dem Anästhesisten zu besprechen. Je nach Eingriff ist mit einem Klinikaufenthalt von 1 bis 3 Tagen zu rechnen.

Wie bereite ich mich auf die Operation vor?

In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, vor der Brustvergrößerung eine Mammographie und eine Ultraschalluntersuchung durchzuführen, um eventuelle Gewebeveränderungen vor dem Eingriff feststellen zu können. Ihr Chirurg wird mit Ihnen darüber sprechen. Für die Dauer von 14 Tagen vor der Operation sollten Sie auf Schmerzmittel, wie z. B. Aspirin verzichten, da diese die Blutgerinnung verzögern. Auch Alkohol und Schlafmittel sollten Sie weitgehend meiden. Wenn Sie den Eingriff ambulant vornehmen lassen, empfehlen wir außerdem, dass sich ein Angehöriger zumindest die erste Nacht nach dem Eingriff um Sie kümmert.

Wie verläuft die Operation?

In Narkose oder nach örtlicher Betäubung wird der Chirurg das Brustimplantat so einsetzen, wie Sie es mit ihm vorab besprochen haben. Durch einen kleinstmöglichen Schnitt wird bei der Brustvergrößerung in viel Feinarbeit der erforderliche Hohlraum geschaffen. Da die Lage und Größe dieses Hohlraums für das anschließende Ergebnis entscheidend sind, kommt es hier in hohem Maße auf die Kunst und Erfahrung des Chirurgen an.
In den Hohlraum wird je nach gewähltem Implantat entweder das bereits gefüllte Silikonkissen oder zunächst nur die Hülle eingesetzt. Die zuvor festgelegte Menge des Füllmaterials wird in diesem Fall durch eine Injektion in das Silikonkissen eingespritzt.
Die Wunde die bei der Brustvergrößerung entsteht, wird mit feinsten Fäden intrakutan verschlossen. Noch auf dem Operationstisch bekommen Sie einen Mullverband. Sie müssen mit einer Operationsdauer von ca. 45 bis 60 Minuten rechnen.

Was passiert nach der Brustvergrößerung?

Unmittelbar nach der Operation werden Sie für die nächsten beiden Tage leichte Schmerzen empfinden. Außerdem entstehen, wie bei jedem operativen Eingriff, auch bei der Brustimplantation mehr oder weniger starke Schwellungen und Blutergüsse, die sich jedoch innerhalb von Tagen bis mehreren Wochen wieder zurückbilden. Die Schnitte hinterlassen kleine Narben, die im Laufe der Zeit aber verblassen und kaum noch erkennbar sein werden. Ein endgültiges Ergebnis der Brustvergrößerung kann in den meisten Fällen erst nach 6 bis 9 Monaten beurteilt werden.

Welche Risiken sind zu beachten?

Leiden Sie unter Allergien, wie z. B. gegen Medikamente oder Pflegemittel, oder anderen Krankheiten, so müssen Sie uns diese in jedem Fall mitteilen. Neigen Sie zu auffälligen blauen Flecken oder haben Sie anhaltende Blutungen nach Bagatellverletzungen, so sollte eine Gerinnungsstörung vor der Operation durch eine geeignete Untersuchung ausgeschlossen werden. Außerdem sollten Sie es Ihrem Chirurgen unbedingt mitteilen, wenn Sie eine starke Gewichtsreduktion oder eine Schwangerschaft planen. In beiden Fällen kann sich die Brustform in kaum vorhersehbarer Weise verändern, wodurch das Ergebnis der Brustvergrößerung beeinträchtigt werden kann.

Welche Komplikationen können bei der Brustvergrößerung entstehen?

Mit dem natürlichen Heilungsprozess bildet sich eine Kapsel um das Brustimplantat. Je nach Veranlagung kann sich diese Kapsel verhärten, wodurch sich die Brust fester als normal anfühlt. Derartige Verhärtungen können unterschiedlich stark ausfallen und schlimmstenfalls zu Schmerzen, Verlagerung des Implantats oder Verformungen der Brust führen. In seltenen Fällen (ungefähr 5%) ist ein erneuter Eingriff erforderlich, bei dem das Implantatlager erweitert oder das Implantat ersetzt werden muss.
Wie alle Kunststoffe unterliegen auch die Silikonkissen gewissen Materialermüdungen, was zu Defekten der Umhüllung führen kann. Im Übrigen können die Brustimplantate auch infolge von Brusttraumata, z. B. durch schwere Unfälle, verletzt werden und platzen. In der Regel schützt die Kapsel vor einem Austritt des Füllmaterials. Dennoch kann es vorkommen, dass Füllmaterial in das umgebende Gewebe gelangt. Bei Implantaten mit Kochsalzfüllung kann es vorkommen, dass Füllmaterial in das umgebende Gewebe austritt. Hat man sich bei der Brustvergrößerung für Implantaten mit Kochsalzfüllung entschieden ist dies völlig harmlos, da Kochsalz innerhalb weniger Stunden völlig vom Körper resorbiert wird. Bei den anderen Füllmaterialien können durch Gewebereaktionen nach Monaten oder Jahren so genannte Silikonome entstehen.
Unabhängig von der Lage des Hautschnitts kann insbesondere bei großen Implantaten das Gefühl an der Brustwarze vorübergehend, in seltenen Fällen auch bleibend, beeinträchtigt sein.
In Ausnahmefällen kann es bei einer Brustvergrößerung zu Wundheilungsstörungen, Blutergüssen, Infektionen und Serombildungen kommen, die dazu führen können, dass das Implantat vorübergehend entfernt werden muss.
Sind Sie als Frau in einem Alter, in dem Sie regelmäßig Mammographie-Untersuchungen vornehmen lassen, sollten Sie Ihren Arzt in jedem Fall über Ihr Brustimplantat informieren, da dieses die Untersuchungsergebnisse beeinträchtigen kann.

Welche Nachbehandlung ist erforderlich?

Bereits in 1 bis 2 Tagen nach der Operation werden Sie wieder wohlauf sein. Ihre volle Arbeitsfähigkeit ist nach wenigen Tagen, spätestens nach einer Woche wiederhergestellt. Stellen Sie sich jedoch darauf ein, dass Sie erst nach einigen Tagen wieder duschen können.
Je nach eigenem Befinden sollten Sie baldmöglichst nach dem Entfernen von Verbänden und Fäden einen Büstenhalter tragen. Dieser sollte optimal sitzen, Ihre Brust stützen und sie nicht einengen. Den Büstenhalter tragen Sie die ersten 3 Wochen rund um die Uhr, für die folgenden 3 Wochen mindestens tagsüber. Büstenhalter, die die Brust stark heben (Wonderbra), sollten Sie während der ersten 3 Monate nach der Brustvergrößerung vermeiden.

Was ist nach dem Eingriff zu beachten?

Sie, und natürlich auch Ihr Sexualpartner, sollten die nächsten 2 Monate äußerst behutsam mit Ihren Brüsten umgehen und jede Überbeanspruchung vermeiden. Dies gilt auch für sportliche Aktivitäten und Haushaltsarbeiten, wie z. B. Bügeln und Fensterputzen.
Mit kalten Duschen können Sie die Durchblutung gut anregen und den Heilungsprozess unterstützen.

Hier finden Sie die Informationen zur Brustvergrößerung als Download .

Informationen zur Ästhetischen Operation Brustverkleinerung / Bruststraffung
Informationen zur Ästhetischen Operation Gynäkomastie

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